Tamina-Laetitia Vielgrader, MSc

Universitätsassistentin am Institut für Ethik und Recht in der Medizin


Universitätsassistentin am Institut für Ethik und Recht in der Medizin

 

Kontakt

E-Mail: tamina-laetitia.vielgrader@univie.ac.at
Telefon: +43 (0) 1/4277-22204

Kurzbiographie

Tamina-Laetitia Vielgrader ist seit April 2024 als Universitätsassistentin (prae-doc) am Institut für Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien tätig und ist PhD-Kandidatin an der Vienna Doctoral School of Cognition, Behavior and Neuroscience (VDS CoBeNe).


Forschungsschwerpunkte:  In ihrer wissenschaftlichen Arbeit untersucht sie die Schnittstellen von klinischen Interventionen, staatlicher Regulierung und gelebter Erfahrung. Ihr Fokus liegt auf der Biopolitik des Gesundheitswesens – von Fragen am Beginn des Lebens bis hin zum Lebensende. Sie interessiert sich besonders dafür, wie neue medizinische Möglichkeiten und pharmazeutische Regimes die Identität, Autonomie und soziale Teilhabe von Individuen sowie gesellschaftliche Normen prägen.

Akademischer Werdegang:

• Masterstudium Medical Anthropology (University of Edinburgh): Spezialisierung auf globale Gesundheitsungleichheiten und die soziale Dimension von Behandlungsadhärenz. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie die strukturellen Barrieren und Machtverhältnisse in der HIV/AIDS-Versorgung in Subsahara-Afrika (Antiretroviral Treatment).

• Bachelorstudium Business Administration for Public Health (IMC FH Krems): Vermittlung einer ökonomischen und systemtheoretischen Perspektive auf die Organisation und Finanzierung von Gesundheitssystemen.

Berufliche Expertise:

Vor ihrer Tätigkeit in der Forschung sammelte sie weitreichende praktische Erfahrung in der Gesundheitsadministration und im Projektmanagement (u. a. Health+Life GmbH, Lanserhof Lans). Diese Kombination aus betriebswirtschaftlichem Fundament, anthropologischer Tiefe und ethisch-rechtlicher Expertise erlaubt es ihr, komplexe Versorgungsrealitäten sowohl auf mikro- als auch auf makroebene zu dekonstruieren.

Ihr Ziel ist es, durch ihre Forschung zu einem gerechteren Gesundheitswesen beizutragen, in dem medizinischer Fortschritt nicht zu systematischer Exklusion führt, sondern die Würde und Teilhabe vulnerabler Gruppen stärkt.

Dissertationsvorhaben

Aktuelle Forschung: In ihrem Dissertationsprojekt „Navigating Assisted Suicide in Austria: Experiences and Views of Physicians, Patients, and Relatives“ analysiert sie die komplexen Erfahrungen und Bedürfnisse von Menschen, die einen assistierten Suizid erwägen, deren Angehörigen sowie dem involvierten Gesundheitspersonal. Diese Arbeit dient als Grundlage für ihr tieferes Verständnis von „institutioneller Unsicherheit“ in hochsensiblen medizinisch-rechtlichen Kontexten.