Neuigkeiten aus unserem Institut ...
Veranstaltungen
Sterbeverfügung 360° II

Sterbeverfügung 360° II
Berichterstattung über assistierten Suizid im Spannungsfeld von Medien, Prävention und Regulierung
Die Veranstaltungsreihe „Sterbeverfügung 360°“ widmet sich den vielfältigen Aspekten des Sterbeverfügungsgesetzes und seiner realweltlichen Umsetzung.
Aufbauend auf der Veranstaltung des vergangenen Jahres beschäftigt sich der diesjährige zweite Teil der Reihe mit der öffentlichen Berichterstattung über assistierten Suizid. Im Fokus stehen insbesondere Fragen der medialen Darstellung, bekannte Medienwirkungen, Aspekte der Suizidprävention, palliativmedizinische Perspektiven sowie aktuelle regulatorische Entwicklungen.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den Austausch!
Wann: 18. Mai 2026, 15:00-19:00 Uhr
Wo: Die Sky Lounge der Universität Wien, Oskar-Morgenstern-Platz 1, 1090 Wien
Das Programm finden Sie hier.
Anmeldung bis spätestens 16. Mai 2026.
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei erreichbar. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Reproduktion im Wandel: Social Egg Freezing zwischen Hoffnung und Realität
Social Egg Freezing wird ab April 2027 auch in Österreich möglich sein – und damit zu einer realen Option für viele Frauen. In die Thematik einführend reißt Prof. Dr. Karl Stöger in seinem Impulsvortrag die rechtlichen Fragen vor und nach der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs an. Dr. Johanna Kostenzer wird in ihrem Vortrag beleuchten, inwiefern das Einfrieren von Eizellen als Erweiterung reproduktiver Handlungsspielräume verstanden werden kann und wo die Grenzen technologischer Machbarkeit liegen. Auf Basis empirischer Studien zu Perspektiven und Erfahrungen von Frauen wird sie diskutieren, welche Faktoren die Nachfrage nach dem vorsorglichen Einfrieren von Eizellen prägen und welche gesellschaftlichen Implikationen sich aus der Entkopplung biologischer und sozialer Zeitlichkeit ergeben – und wie sich dadurch unser Verständnis von Familienplanung langfristig verändern kann.
Datum: 24. Juni 2026 18:00–19:15 Uhr
Ort: Universität Wien, Alte Kapelle – Campus (AAKH), Spitalgasse 2, Hof 2.8, 1090 Wien
Der Veranstaltungsort ist bei Voranmeldung barrierefrei erreichbar. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Vortragende:
Dr. Johanna Kostenzer ist Sozialwissenschaftlerin mit Expertise in reproduktiver Gesundheit. Sie verfügt über 15 Jahre internationale Erfahrung an der Schnittstelle von Wissenschaft, Public Health und Advocacy. Sie ist Sprecherin des Women in Global Health Speakers Bureau.
Dr. Karl Stöger ist Universitätsprofessor am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und Leiter des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin.
Veranstalter: Institut für Ethik und Recht in der Medizin https://ierm.univie.ac.at/
Mitveranstalter: Women in Global Health Austria https://womeningh.org/chapters/austria
Anmeldung bis spätestens 22.06.2026.
Publikationen und Presse
Neue IERM-Working-Papers
Das Team des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin publiziert regelmäßig die IERM-Working-Papers - österreichische Kommentare zu Medizinrecht, Medizin- und Bioethik.
Alle IERM-Working-Papers finden Sie hier.

Band 18 der Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin ist da!
Pflegeethikkongress 2024: Im Spannungsfeld zwischen Vulnerabilität und Pflege- und Versorgungsqualität. Ethische Reflexionen für Gesundheitsberufe und Gesundheitssystem
Hrsg.: Körtner/Pleschberger/Riedel/Dinges
Vulnerabilität in Pflege und Gesundheitsversorgung – Impulse des Pflegeethikkongresses 2024.
Dieser Sammelband bündelt die wichtigsten Impulse und Diskurse des 2. Wiener Pflegeethikkongresses zum hochaktuellen Thema Vulnerabilität in der Pflege und in der Gesundheitsversorgung. Die Beiträge beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven der Pflegepraxis, der Pflegeaus- und -weiterbildung sowie der Pflegeforschung.

Band 17 der Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin ist da!
Organ- und Embryonenmodelle: Rechtliche und ethische Fragen in Österreich und darüber hinaus
Hrsg.: Karl Stöger
Forschung mit Organ- und Embryonenmodellen: Medizinische, ethische und rechtliche Perspektiven aus Österreich
Organ- und Embryonenmodelle werden aus Stammzellen erzeugt und weisen bestimmte Eigenschaften von Organen oder Embryonen beziehungsweise ihrer Entwicklung auf. Dies eröffnet für die (medizinische) Forschung und Anwendung großes Potenzial. In Österreich wird an diesen Modellen bereits seit Jahren auf höchstem Niveau geforscht. Im Gegensatz zu anderen Staaten sind die ethischen und rechtlichen Diskussionen in Österreich aber eher verhalten geblieben. Diese Situation steht im scharfen Kontrast zu den auf internationaler Ebene geführten ethischen, aber zunehmend auch rechtlichen Diskussionen zu Möglichkeiten und Grenzen der Forschung mit und der Anwendung von Organ- und Embryonenmodellen.
Diese Sammlung bietet erstmals eine Orientierung aus österreichischer Perspektive. Dokumentiert wird die Jahrestagung 2024 des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin (Universität Wien in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien). Der Band enthält Beiträge aus der medizinischen Forschung sowie aus Ethik und Recht, ergänzt durch einen Beitrag aus der Schweiz, wo – ähnlich wie in Österreich – der Forschungsstand dem ethischen und rechtlichen Diskurs voraus ist.
Wie evang.at - das online Nachrichtenportal der evangelischen Kirche Österreichs - berichtet, stand die IERM-Jahrestagung am 17. Nov. 2022 mit dem Titel "Gerechtigkeit und Solidarität: Perspektiven für Bioethik und Biopolitik" auch ganz im Lichte der Veränderung: „Nach 21 Jahren an der Spitze des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin (IERM) freue ich mich, die Leitung in jüngere Hände zu legen“, sagt Ulrich H. J. Körtner. Anfang 2023 folgt dem evangelischen Theologen und Medizinethiker Karl Stöger nach. Er ist Professor für Medizinrecht am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien und war bisher einer der stellvertretenden Leiter des IERM. Körtner wird dem Institut nun als stellvertretender Leiter erhalten bleiben.
Neue Publikation zum Thema "Assistierter Suizid"
Assistierter Suizid: Hintergründe, Spannungsfelder und Entwicklungen
Editors: Angelika Feichtner, Ulrich Körtner, Rudolf Likar, Herbert Watzke, Dietmar Weixler
Die Legalisierung der Beihilfe zum Suizid bringt tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen mit sich. Das bisherige Selbstverständnis von Medizin und Pflege wird in Frage gestellt und es wird eine neue Auseinandersetzung mit dem Leid am Lebensende erfordern.
Das Buch bietet einen Überblick über die ethischen Aspekte und die internationalen Entwicklungen der Suizidassistenz sowie über die Spannungsfelder, die sich durch die Legalisierung der Beihilfe zum Suizid aus der Sicht von Palliative Care ergeben.
Beitrag von Ulrich Körtner zu "Synthetische Embryonen: Ungeklärter Rechtsstatus"
In einen Gastbeitrag bei ORF Science skizziert Prof. Ulrich H.J. Körtner ethische und rechtliche Fragen rund um Synthetische Embryonen: Die Forschung auf dem Weg zu Embryonen, die ohne Verwendung von Keimzellen erschaffen werden, hat mit den jüngsten Studien in Israel und des USA eine neue Stufe erreicht. Die vorliegenden Ergebnisse sind beeindruckend und das Potential hoch. Sie könnten zukünftig bei der Forschung zur Entstehung von Krankheiten in frühen Entwicklungsstadien, als Alternative zu Tierversuchen oder bei der Gewinnung von Gewebe für Organtransplantationen helfen. Doch auch einige ethische und rechtliche Fragen sind zu bedenken.
Die 4. Auflage der Pflegeethik ist da!
Die 4. überarbeitete Auflage des Grundkurs Pflegeethik von Univ.-Prof. Dr. DDr. h.c. Ulrich Körtner beschäftigt sich mit den Grundlagen sowie Grundfragen der Pflegeethik und den Methoden der ethischen Urteilsbildung. Thematisiert werden ethische Probleme in der Pflegeforschung, in der Transplantations- und Intensivmedizin sowie am Lebensende. Der Band informiert über die Arbeitsweise klinischer Ethikkomitees und stellt einschlägige Ethikdokumente und Gesetzestexte vor. Eine Reihe von Fallbeispielen gibt den Leser:innen weiters die Möglichkeit, die Prinzipien und Regeln der Pflegeethik selbst zu erproben.



