Laufende Projekte
- R∙U∙S∙H – Richtlinien zu Umgangsweisen mit Sprach- und Kommunikationsbarrieren. Eine Analyse der Handlungsempfehlungen in Wiener Krankenhäusern
- Projekt Forum Autonomie am Lebensende
- LICA: Linked Care – Durchgehende Informationsversorgung in der mobilen Pflege und Betreuung
- Multiperspektivische Evaluierung des Sterbeverfügungsgesetzes
- Erhebung zur Verfügbarkeit und Strukturen von Ethikberatung in Österreich
R∙U∙S∙H – Richtlinien zu Umgangsweisen mit Sprach- und Kommunikationsbarrieren. Eine Analyse der Handlungsempfehlungen in Wiener Krankenhäusern
Sprach- und Kommunikationsbarrieren, die eine Verständigung zwischen Patient:innen und Gesundheitspersonal erschweren, bergen das Risiko einer erheblich beeinträchtigten Versorgungsqualität und werfen ethische ebenso wie rechtliche Fragen auf. Institutionelle Leitlinien zum Umgang mit Verständigungsschwierigkeiten können Gesundheitspersonal in solchen Situationen wichtige Orientierung bieten. Das Projekt analysiert mittels Dokumentenanalyse vorhandene Orientierungshilfen von Wiener Gesundheitseinrichtungen und untersucht deren inhaltliche Ausrichtung und Schwerpunktsetzungen.
Kooperationspartnerin: Assoz.-Prof.in MMag.a Dr.in Elisabeth Reitinger (Institut für Pflegewissenschaften)
Fragen richten Sie bitte an Mag.a Sabine Parrag.
Projekt Forum Autonomie am Lebensende
Projektleitung: Hon.-Prof. Dr. Gerhard Aigner, Priv. Doz.in Dr.in Maria Kletecka-Pulker, Univ.-Prof. Dr. Karl Stöger
Projekt Mitarbeit: Mag.a Klara Doppler, Mag.a Sabine Parrag, Sophie Katharina Zeis, B.A. (Administration)
Unterstützende Partner: LBIDHPS, Plattform Patient:innensicherheit
Projektbeginn: März 2023
Mit 01.01.2022 ist das Sterbeverfügungsgesetz (StVfG) in Kraft getreten, welches viele Institutionen im Gesundheits- und Pflegebereich aber auch pflegende Angehörige vor große Herausforderungen stellt. Aus diesem Grund haben sich zahlreiche Expert*innen aus den unterschiedlichsten Disziplinen bereit erklärt, im Rahmen eines unabhängigen Forums zusammenzuarbeiten, um Qualitätskriterien und Standards zu erarbeiten.
Das unabhängige Forum wird, in Kooperation mit der Plattform Patientensicherheit (www.plattformpatientensicherheit.at) vom Institut für Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien organisiert. Nach zahlreichen Gesprächen und intensiver Planung hat am 14.03.2023 die erste konstituierende Sitzung des Forums unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Aigner stattgefunden.
Erste Arbeitspakete wurden besprochen und entsprechende Arbeitsgruppen eingerichtet. In der Folgesitzung am 03.10.2023 wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen präsentiert und das weitere Vorgehen geplant. Die im Forum Autonomie am Lebensende behandelten und als Problemstellungen identifizierten Inhalte werden im Rahmen der Studie zur „multiperspektivischen Evaluierung des Sterbeverfügungsgesetzes“ tiefergehend beleuchtet.
Multiperspektivische Evaluierung des Sterbeverfügungsgesetzes
Projektteam: Priv. Doz.in Dr.in Maria Kletecka-Pulker, Dr. Thomas Wochele-Thoma, Hon.-Prof. Dr. Gerhard Aigner, Dr. Stefan Dinges, Mag.a Klara Doppler, Tamina-Laetitia Vielgrader, MSc, Mag.a Julia Fischer, PhD, Marlene Walser, Helene Mayer, BA, Jana Hluch, BA
Projektpartner: LBIDHPS
Projektbeginn: 2023
Die Überlegungen des Gesetzgebers innerhalb der einjährigen Reparaturfrist im Rahmen des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofs (VfGH), welches die Strafbarkeit der Beihilfe zum Suizid als verfassungswidrig deklarierte, mündeten in dem seit 01.01.2022 in Kraft stehenden Sterbeverfügungsgesetz (StVfG). Trotz seines mittlerweile fast zweijährigen Bestehens stellt das Gesetz alle an der Umsetzung beteiligen Personengruppen vor rechtliche, ethische und vor allem praktische Herausforderungen.
Das Ziel dieser Studie ist es, die bisher aufgetretenen Fragestellungen, die durch das In-Kraft-Treten des StVfG entstanden sind, aufzuzeigen und Lösungsperspektiven auf Basis einer erweiterten juristischen, ethischen und sozialwissenschaftlichen Analyse und Reflexion zu entwickeln.
Die Studie ist gekennzeichnet durch einen Mixed-Methods-Zugang. Neben qualitativen Interviews und Fokusgruppen ergänzt durch einen quantitativen Studienteil dienen die rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung und ein Rechtsvergleich als der angemessene Mix an Forschungsmethoden, um dem komplexen Thema und seinen Herausforderungen gerecht zu werden. Des Weiteren wird auch die ethische Perspektive beleuchtet.
Ein positives Ethikvotum der Ethikkommission der Universität Wien liegt vor.
